Ausflug 1997

Marinestützpunkte Wilhelmshaven und Olpenitz besichtigt

Am Freitag, dem 25.04.97 standen die Kameraden der RK Wackerstein und des Krieger- und Soldatenvereines Pförring am Kai des Marinestützpunktes Wilhelmshaven, wenige Meter vor ihnen baute sich die Fregatte „Bayern“ auf, von armdicken Trossen in ruhiger See gehalten. Die Gesichter sind hellwach, keine Spur von über 800 km nächtlicher Busanreise des gemeinsamen Vereinsausfluges. Fregattenkapitän a. D. Bohner erläuterte als Höhepunkt der ausgedehnten Stützpunktbesichtigung Einsatzzweck, Bewaffnung und technische Daten. Die Besatzung machte gerade klar Schiff, der Verband würde am folgenden Montag zu einem Natoflottenmanöver in die Karibik auslaufen. Wilhelmshaven ist der größte Bundeswehrmarinestützpunkt, neben Fregatten älterer Bauart, U-Booten, Mienenschnellbootgeschwadern und diversen Hilfsschiffen lag auch die mit der „Bayern“ baugleiche „Mecklenburg - Vorpommern“ am Kai. Der Fregattenkapitän a. D. übermittelte einen Willkommensgruß des OB der Stadt Wilhelmshaven an die Gäste aus Bayern, erzählte bei der Stadtrundfahrt von der eng mit dem Stützpunkt verbundenen Geschichte der knapp 100.000 Einwohner zählenden Stadt und erläuterte auf einem Aussichtspunkt in der Nähe des Ölverladehafens den „Landratten“ maritime Techniken wie beispielsweise Leuchtturmleitsysteme, Schleusen, Wehre und Deichsysteme. Selbstverständlich gaben die Kameraden auch dem Marinefriedhof die Ehre, auf dem in den Weltkriegen auf See gebliebenen Kameraden gedacht wird.

Nach einer Stärkung in der vorzüglichen Kantine des Stützpunktes ging es über die brettebene Küstenlandschaft weiter zum Nachtquartier nach Tarp, dem nur wenige Kilometer vor der dänischen Grenze gelegen Heimatort von Manfred Weihs, der zusammen mit RK-Vorstand Peter Moosburger die Fahrt organisiert und geleitet hat. Die RK Tarp hatte die Kameraden eingeladen und bei Vorbereitung und Durchführung des Programmes unterstützt. Man will, so die Vorstände beim Austausch von Vereinswappen anläßlich eines Kameradschaftsabends, in Verbindung bleiben.

Der Ostseemarinestützpunkt Olpenitz stand dann am Samstag auf dem Programm. Obermaat Frey erläuterte auf der Brücke des Tenders „Main“ die beiden im Hafen liegenden Mienenjagtgeschwader vom Typ wie er im Persischen Golf zu Einsatz gekommen war. Interessant, das Leben an Bord auf hoher See und Mienenräumtechniken. Vorausgegangen war eine Besichtigung der Stadt Flensburg, erwähnenswert die historische Innenstadt und der Hafenbereich des Freilichtschiffsmuseums. Zum Ausspannen dann bei herrlichstem Sonnenschein und ruhiger See die Fahrt mit der „Nordlicht“ von Kappeln über die Ostsee zum dänischen Sonderborg.

Bei der Heimfahrt am Sonntag galt ein größerer Abstecher nach Laboe an der Kieler Förde dem dortigen Marine-Ehrenmal, zu dessen Museumsbereich die am Strand auf Kiel liegenden U995 gehört. Das restaurierte U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg ist begehbar, beeindruckend die Enge, die bei wochenlanger Tauchfahrt geherrscht haben muß.